Beteiligung bedeutet nicht nur informieren, sondern mitgestalten lassen. Spaziergänge durch den Bestand, Material-Sichten mit Bewohnerinnen und Interviews mit früheren Nutzern öffnen Archive der Erinnerung. Kinder kartieren Lieblingsorte, Seniorinnen erzählen Routinen. So entstehen konkrete Anforderungen, die jenseits von Klischees liegen. Entscheidungen werden nachvollziehbar, Konflikte früh erkannt, und der fertige Raum fühlt sich von Beginn an geteilt, respektiert und gemeinsam verantwortet an.
Barrierefreiheit ist keine Zusatzleistung, sondern Voraussetzung für Teilhabe. Taktile Leitsysteme, kontrastreiche Details, flexible Möblierung und klare Akustik helfen vielen Menschen gleichzeitig. Historische Schwellen werden mit eleganten, reversiblen Lösungen überwunden. Informationen erscheinen mehrsprachig und leicht verständlich. Diese Haltung prägt auch Planungsprozesse, Honorarmodelle und Bauabläufe. Ergebnis sind Innenräume, die niemanden ausschließen, Vielfalt willkommen heißen und Würde in jeder Geste ernst nehmen.
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